Friedrich Frerichs

Friedrich Frerichs (* 4. Januar 1882 in Heppens; † 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht)

Leben und Wirken

Frerichs lernte den Beruf des Tischlers und wurde danach Mitglied der SPD und der freien Gewerkschaften. Er arbeitete bis 1919 in dem erlernten Metier. Daneben war er zeitweise als gewerkschaftlicher Arbeitsvermittler tätig. Frerich war bis 1906 Vorstandsmitglied der Filiale des Holzarbeiterverbandes in Rüstringen-Wilhelmshaven und ab 1907 der Filiale Emden. Dieselbe Position hatte er von 1911 bis 1915 in Stuttgart und danach wieder in Rüstringen-Wilhelmshaven inne. Von 1919 bis 1933 war Frerichs dort hauptberuflich Parteisekretär der SPD. Außerdem war er von 1920 bis 1933 Mitglied im Landtag von Oldenburg. Von 1921 bis 1930 war Frerichs Vorsitzender der SPD-Fraktion. Außerdem war er Vorsitzender des SPD-Bezirksvorstandes für Oldenburg-Ostfriesland-Osnabrück. In dieser Zeit bestimmte er maßgeblich die Politik der Partei in Oldenburg mit. Daneben war er von 1922 bis 1925 Mitglied des oldenburgischen Finanzgerichts, sowie von 1922 bis 1933 unbesoldeter Stadtrat in Rüstringen. Außerdem war Frerichs von 1923 bis 1927 Vorsitzender des Arbeitsamtes der Jadestädte und 1925 Geschäftsführer des Landesarbeitsamtes.

Zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft wurde er aus Wilhelmshaven ausgewiesen und arbeitete zunächst wieder als Tischler. Im Jahr 1940 wurde Frerichs dienstverpflichtet und überwacht. Im Zusammenhang mit der Aktion Gitter wurde er 1944 verhaftet und ins Konzentrationslager Neuengamme eingeliefert. Dagegen legte seine Frau Elisabeth vergeblich Beschwerde beim Reichssicherheitshauptamt ein. Frerichs starb vermutlich bei der Versenkung der Cap Arcona am 3. Mai 1945.

Quellenangaben:

Originaltext aus: www.wikipedia.de

Literatur
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (Hrsg.): Der Freiheit verpflichtet. Gedenkbuch der deutschen Sozialdemokratie im 20. Jahrhundert. Marburg, 2000. S. 102f